Genossenschaftliches Wohnen

Die Genossenschaftsidee

Es gibt in Deutschland ungefähr 2000 Wohnungsgenossenschaften, die über 2 Millionen Wohnungen besitzen und insgesamt etwa 3 Millionen Mitglieder haben.

Die Genossenschaftsidee ist über 100 Jahre alt und beruht auf drei Grundsätzen:

  • Selbsthilfe
  • Selbstverwaltung
  • Selbstverantwortung


Genossenschaften sind Selbsthilfegemeinschaften. Sie dienen dem Zweck die eigenen Mitglieder zu fördern. Somit unterscheiden sie sich von anderen Unternehmensformen dadurch, dass sie nicht nur günstige Wohnungen anbieten, sondern auch Ihren Mitgliedern ein Mitbestimmungsrecht, Sicherheit und Gemeinschaft offerieren.

Mitglied in der Genossenschaft kann grundsätzlich jeder werden. Dazu müssen Genossenschaftsanteile erworben werden, die dem Mitglied nach Auszug zurückerstattet werden. Dafür muss bei einer Genossenschaft keine Kaution oder Provision gezahlt werden. Durch den Erwerb der Genossenschaftsanteile wird das Eigenkapital der Genossenschaft erhöht, so können Genossenschaften ihren Mitgliedern dauerhaft gute Wohnqualität bieten.

Leistungen und Vorteile

Sicherheit

Wer eine Genossenschaftswohnung bezieht wohnt sicher wie ein Eigentümer, ist aber flexibel wie ein Mieter. Jedes Mitglied erwirbt bei Einzug ein Dauernutzungs-recht, d. h. ein lebenslanges Wohnrecht. Somit sind Eigenbedarfkündigungen ausgeschlossen. Sie könne jedoch jederzeit die Wohnung mit der gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen. Genossenschaftliches Wohnen ist sicher, da Sie vor Verkäufen geschützt sind. Bei Wohnungsunternehmen anderer Rechtsformen sind Wohnungen Spekulationsobjekte, bei genossenschaftlichen Wohnungen sind Verkäufe die Ausnahme.

Attraktives Wohnen

Dadurch, dass Genossenschaften nicht daran interessiert sind die höchstmögliche Rendite zu erzielen, profitieren die Mieter von einem guten Preis-/Leistungsverhält-nis. Die Überschüsse werden bei Genossenschaften vor allem in die Instandhaltung, Neubauten oder Verbesserung des Wohnumfeldes investiert. Dadurch bleiben die Genossenschaftswohnungen auf lange Zeit attraktiv und bieten hohe Qualität. Durch den Gemeinschaftssinn der Genossenschaft sind die Mieten, auch Nutzungsgebühr genannt, im Vergleich zu Wohnungsunternehmen anderer Rechtsformen, günstiger.

Mitbestimmung

Einmal im Jahr gibt es eine Mitgliederversammlung. Jedes Mitglied hat eine Stimme, die bei wichtigen Entscheidungen zur Abstimmung genutzt werden kann. Die Gemeinschaft macht die Genossenschaft stark. Deshalb können Sie sich auch, natürlich nur wenn sie auch wollen, in die Genossenschaft einbringen, z.B. bei der Hilfe für Senioren.

Kompetenter Service

Als Mitglied sind Sie Miteigentümer, genießen aber die Rechte eines Mieters. Die kompetenten Mitarbeiter der Genossenschaft helfen Ihnen in jeder Lebenslage. Ob nun eine Reparatur fällig ist oder sich Ihre Lebenssituation (z.B. Nachwuchs) geändert hat und Sie nun eine größere Wohnung suchen, die Genossenschaft betreut und berät sie optimal. Bei einem Wohnungswechsel innerhalb der Genossenschaft haben Sie als Mitglied den Vortritt vor externen Wohnungsbe-werbern.

Große Angebotsvielfalt

Günstige Serviceleistungen wie z.B. barrierefreie Seniorenwohnungen, Kooperationen mit Pflegediensten oder Kehrwochen-/Winterdienst machen das Wohnen bei Genossenschaften noch attraktiver. Es ermöglicht den älteren Mietern Ihren Lebensabend im gewohnten Umfeld zu verbringen und den jungen, berufstätigen Mietern erleichtert es den Alltag.

Gemeinschaft

Die Genossenschaften unterstützen Initiativen zur Förderung der stabilen Nachbarschaften wie z.B. Mieterfeste oder Seniorentreffen. Dadurch wird das harmonische Miteinander gefördert und die Nachbarschaft stark gemacht.

Ansprechende Wohnungslagen

Bei Genossenschaftswohnungen wird speziell auf eine günstige Lage geachtet, d. h. es wird darauf geachtet, dass eine gute Infrastruktur besteht. Damit alle Zufrieden sind, ob Familien, Singles oder Senioren, Genossenschaften bieten für jeden das Richtige.

Enger Bezug zur Region

Genossenschaften sind eng mit Ihrer Region verwurzelt, daher setzen Sie sich für die Stadtentwicklung, den Stadtumbau und das Quartiersmanagement in der Region ein.

Verlässlichkeit und Tradition

Wohnungsbaugenossenschaften gibt es seit über 100 Jahren. Damals wie heute ist die Genossenschaftsidee zeitgemäß. Die demokratischen Prinzipien und der Solidaritätsgedanke machen Genossenschaften zu einem zukunftsfähigen Modell auf dem Wohnungsmarkt. Es ist eine beständige Rechtsform, bei der kaum Insolvenzen vorkommen. Im 21. Jahrhundert sind Genossenschaften, vielleicht mehr als zuvor, Geschäftsmodelle mit Zukunft.